Eintrag 34: Kennedy Range und Mt Augustus

 

 

Warum ins menschenleere Westaustralien reisen?
Vieleicht allein schon weil ..

 

 

 


Die Kennedy Range

Die grossen Gum Trees Eukalyptusbäume, in Chaffcuters Spring, mit ihren frischen grünen Blättern, deren massiven Stämme in der gleißenden Sonne weiss glänzten, standen im starken Kontrast eingebettet, zwischen den roten  hohen Geröllberge der Kennedy Range.

Unter dem Wolkenfreien  blauem Himmel wirkte der Platz auf uns wie eine märchnhafte Wüstenoase.
Der Ort schien Ähnlichkeiten mit den Durba Springs auf der Canning Stock zu haben, bei den wir auf den Tag genau vor einem Jahr waren. 

Chaffcutters Springs war weder in der Karte noch in Maps me eingezeichnete. Nur selten schien in diesen Abschnitt der Kennedy Range jemand hinzu kommen. 

Denn,wie kann es auch Anders sein, wählten wir nicht die Hauptanfahrt zu diesem Nationalpark. Stattdessen folgten wir, von Carnavon die  stark befahrene Asphaltstrasse Richtung Norden für etwa 40 km. Dort befand sich auf der rechten Seite einer dieser landestypischen  breiten rote Feinstaubwege nach Mardathuna. 

Mardathuna bestand lediglich aus einer Häuseransa einer Farm. Nachdem wir diese passiert hatten gab es nur noch eine etwas sandige aber immer noch rote,  einspurige Fahrbahn. 

Auf dieser Strecke war schon seit längeren kein Fahrzeug mehr unterwegs gewesen, da im Sand keine Reifenbdrücke mehr sichtbar wahren. 

102 km auf dieser einsamen Outback Piste nächtigten wir  zwischen den bewachsenenn und mit Wildblumen  beblühten Sanddünen.
Nur 34 km später erreichten wir am nächsten Tag schon Chaffcutters Springs


Den nächsten Tag kamen wir gerade mal 17 km weiter bis zu den Mooka Springs.

Eine windschiefe  Wellblechhütte, die dort notdürftig zusammengezimmert erschien, spendete uns Schatten.

PqoDa wir in der Abgeschiedenheit selten jemand begegnen, waren wir erstaunt das uns doch noch ein Land Cruiser entgegen kam. Zu unserer Freude war es ein Schweizer Päärchen, die auch schon monatelang unterwegs waren. So verbrachten wir diesen Tag mal nicht, wie ansonsten gewohnt,  in der menschenleeren Isolation, sondern genossen auch  noch ein tollen gemeinsamen  Abend mit  Raquel und Markus am Lagerfeuer.

Die Kingsford Smith Mail Run

Nach der Kennedy Range folgten wir hunderte Kilometer  den rostroten  Wagenspuren, die in den flirrenden Horizont führten. 

Es handelte sich dabei um eine legendäre Post Route. Die Kingsford Smith Mail Run.
In den 20er Jahren wurde hier ein erster Postauto eingesetzt.

Bis schlieslich der Berg der Kontraste, wie man den  Mount Augustus hier werbeträchtig benannte auftauchte.

Mount Augustus

Das Spektakuläre an ihm ist das dieser zweimal so gross wie der Ayers Rock.
Da dieser 14 km lange und 5 km breite Riesenstein jedoch einen deutlich niedrigeren Bekantheitsgrad als der Ayers Rock hat, ruht dieser noch in einem touristischen Donnröschenschlaf.

Obwohl der Name Mount Augustus, - bei den Aboriginal hieß er Burringurrah -, recht gewöhnlich klingt und nichts großartiges verspricht, bestiegen wir in einer siebenstündige Wanderung seinen 1100 Meter hohen flachen und faltigen Rücken, der mit allerlei Akazien und anderen Büschen bewachsen war. 

Für den Aufstieg nahmen wir den Gully Track. Von 6 möglichen Schwierigkeitsgraden wurde dieser immerhin mit der Stufe 5 aufgeführt.

Wie wir feststellten zurecht. Denn der Gully Track führte beschwerlich zwischen den Felsbrocken eines Flussbettes hoch. 

Es gab also keinerlei Weg oder Spur, sondern nur grünen Punkte an den Steinen nach denen wir Ausschau halten mussten.

Die Eidechsen dort waren erstaunlich zutraulich und liesen uns so nahe herankommen , dass wir sie sogar kurz berühren konnten.

Erschöpft, mit schmerzenden Gelenken, erreichten wir  nach vier  Stunden um 12 Uhr den Höchsten Punkt.


Zurück ging es 3 Stunden über den leichteren Sumit Track, der mit Schwierigkeitsgrad 4 angegeben wurde.. Bei diesen war  ein Trampelpfad zu erkennen.

Ausser diesen langen Gipfeltrail gab es insgesamt 11 kürzere  ausgewiesene  Wanderungen am Augustus. Die muss man nicht alle machen. Kann man aber, wenn man Spass daran hat. Und das hatten wir,  so das nach drei Tagen jeden der 11 Tracks bewältigt wurde



Wieder auf den Kingsford Smith Route, kamen wir zu einem einsamen historischen Polizeigebäude mit Gefängnis. Hier , so lesen wir gab es 4 Polizisten. Die Gefangenen mussten ins 400 km Carnavon gebracht werden. Während die Polizisten auf den Kamel ritten mussten die Inhaftierten mit Ketten um die Füsse die Strecke laufen.
Harte Zeiten für die Menschen vor hundert Jahren. Für uns heute ein ausgezeichneter Platz zum verweilen.

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Kommentare: 9
  • #1

    Gisela (Montag, 22 Oktober 2018 16:27)

    Ach, wie schön ist (West)Australien! Tolle Fotos und toller Bericht! Viele schöne Abenteuer noch!

  • #2

    Bernd (Montag, 22 Oktober 2018 19:00)

    Hey ihr beiden ,
    Ihr seit ja schon wieder voll im Reisegeschäft . Ich bin jetzt erst einen Monat unterwegs . Mein Weg führte mich über HH ( Mutter besuchen ) ins Erzgebirge ( Freunde besucht , kennt ihr von unserem Allrad Treffen auf dem Panzergelände ) . Nach einer kurzen verweilzeit ging es über CZ , Slovakien,Ungarn,Rumänien und Bulgarien nach Nord Griechenland . Ich habe mal ein paar Orte Besucht inndenennichnin meiner Stirm und Drangzeit mein Unwesen getrieben habe . Über die Meteora Klöster ging es weiter durch das Olymp Gebirge zum Golf von Korinth .
    Hier steh ich nun und warte auf einen Kumpel der zZ noch in Albanien ist .
    Irgentwann muss ichninndiesem Winter noch nach Kreta , Oliven ernten lassen und die Hütte etwas streichen .
    Euch noch eine schöne Zeit und passt auf EUCH AUF . Ich werde So im Mai wieder in D sein
    LG
    Bernd

  • #3

    Lura (Montag, 22 Oktober 2018 19:50)

    Hi, schön wieder von Eurer Reise zu lesen, es gibt da wohl noch endlos Schöne Ecken
    Gruß
    Bernd

  • #4

    Arno (Dienstag, 23 Oktober 2018 04:28)

    Hallo Giesela
    Ja wir finden auch Westaustralien ganz besonders . Und freuen uns das du uns auch verfolgst.

    Hallo Bernd!

    Wir wünschen dir auch eine tolle Zeit in Griechenland. Ein Land das wir auch ganz besonders mögen

    Hallo Lura!

    Es gibt soviele Ecken und immer wieder etwas neues zu entdecken.

  • #5

    Torsten + Betti (Dienstag, 23 Oktober 2018 08:39)

    Auch wir verfolgen euch hin und wieder ☺und freuen uns das es euch so gut geht ! Also weiterhin viel Freude auf eurer Reise und weiterhin so schöne Berichte !
    LG Torsten + Betti

  • #6

    Iris&Maik (Dienstag, 23 Oktober 2018 08:56)

    Moin, wieder tolle Bilder und ein schöner Bericht. Wir sind ja ganz begeistert von Eurer Fitness in der prallen Sonne. Weiterhin viel Spaß und eine gute Reise!
    Liebe Grüße, Maik

  • #7

    Maren (Dienstag, 23 Oktober 2018 17:59)

    Was für Farben!
    Weiterhin tolle Abenteuer für Euch, ich werde es verfolgen ;-)
    LG Maren

  • #8

    Arno (Dienstag, 30 Oktober 2018 03:49)

    Hallo Torsten und Betty
    Wir strengen uns weiterhin an Abenteuer Berichte verfassen zu können.
    Der nächste Bericht ist bereits geschrieben. Doch es gibt noch keine stabile Internetverbindung um diesen einzustellen.

    Hallo Iris und Maik

    Wir waren selbst erstaunt. Aber wir haben verschwiegen das wir am folgenden Tag ordentlich Muskelkater verspürten.

    Hallo Maren
    Ja, die Farben sind schon toll. Am ausdruckvollsten sind sie wenn die Abendsonne einsetzt.

  • #9

    Brigitte und Peter (Mittwoch, 07 November 2018 16:22)

    Hallo ihr Abenteurer - so viel wandern..... das passiert uns nicht. Wir gehen nur mit dem Hund spazieren. In unserem Alter müssen wir uns ja schonen!
    Tolle Bilder und so viel roter Sand und rote Steine. Davon hatten wir die letzten Wochen auch genügend. Allerdings nicht so viel Einsamkeit.
    Liebe Grüße vom Rand des Death Valley
    Brigitte und Peter