Eintrag 26 : So viele Nationalparks und noch viel mehr

 

 

 

......liegen auf unseren Weg von Barcaladine nach Brisbane, der Hauptstadt und Millionenmetropole von Queensland

 

 

Doch zunächst geht es ab durch die Prärie, in die Marona Region

 

 

 

 

Barcaladine

Neun Tage nachdem wir Cairns verlassen hatten, erreichten wir die Ortschaft Barcaladine um Jack zu besuchen. Wir blieben drei schöne Tage als sein Gast.  Anschließend  musste noch ein Tag  die Kupplung im Nachbardorf Jericho erneuert werden.

Der Kupplungsbelag war noch recht gut. Jedoch waren die Federn in der Kupplung-scheibe gebrochen.

Eine kostspielige Reparatur die mit einfachen Bordmitteln  nicht behoben werden konnten.

Links ein Bild von einen Bild von unseren nun 85 jährigen phänomenalen Jack, wie er noch mit weit über 70Jahren Rodeo geritten ist.

Heute wo er auf die 90 zugeht beschränkt er sich auf Thriathlon.


Nr 1:       Der Springsure Nationalpark


Einen Blick auf die kleine gleichnamige  Ortschaft,  hatte man oben vom Aussichtspunkt. Von dort genossen  wir eine kurze Wanderung und eine lange Pause.

Durch die Prärie

Wie üblich begegnen wir überall den  Kängurus auf den Weg durch die trockene und staubige Landschaft


Maps me brachte uns diesmal auf einen kleinen Feldweg

Immer weniger Fahrspur war zu erkennen, bis wir schließlich zu einen verlassenen halb verfallenden, Farmhaus aus Holz kamen.

Dahinter gab es einen Stacheldrahtzaun und jegliche Spur hörte abrupt auf, obwohl in  "Maps me" ein Weg verzeichnet war. 

Wir wurschtelten uns irgendwie durch die wegelose Graslandschaft, bis ein mehrere  Meter tiefer Graben ein Weiterkommen verhinderte. Er zwang uns zum umdrehen. 

 

 


Stundenlang suchten wir eine überwindbare Passage, einen Durchschlupf, um weiter zu kommen. Es gelang uns ,bis wir  schliesslich ein Windrad erreichten-

 

Dahinter durchquerten wir ein  sandiges, trockenes  Flussbett und verblieben die Nacht in dieser Einsamkeit, umgeben von grossen, Schatten werfenden, Bäumen. Immer wieder herrlich diese Stille, die nur durch die Melodie des freudigen Vogelgezwitscher durchbrochen wurde.


Eine letzte Flussdurchfahrt brachte uns nach weiteren mühsamen Metern, die zu Kilometern wurden, endlich auf eine Spur, die uns zu einem schönen Übernachtungsplatz brachte.


Nr 2    Der Carnavon Gorge Nationalpark

Während unser Sohn in Westaustralien in der Stadt Carnavon auf einer Mango Farm arbeitete, befanden wir und genau auf der anderen Seite des Kontinent, viele tausend Kilometer entfernt, in Ostaustralien in der gleichnamigen Carnavon Schlucht.


Die mehrtägige Wanderung war wegen eines immer noch wütenden Waldbrandes jedoch gesperrt. So begnügen wir uns mit einer 20 km langen Wanderung durch die Schlucht

Somit ging es mit Wanderstöcken und genügend Wasser im Rucksack  durch eine zig Kilometer lange Schlucht , deren hellen Sandsteinklippen bis zu 200 Meter hoch sein sollen.

Wir wandern entlang einer spektakuläre Landschaft, die eine große Pflanzenvielfalt bietet. Es erwarteten uns hier Teilstücke von Regenwald und verschieden Riesenfarn arten


Am ende zog sich die Schlucht bis auf wenige Meter zusammen


Der Fluss muss mehrfach überquert werden.

 

 

Der Wandertrail schlängelte sich den Fluss entlang und war daher ohne große Steigung gut zu bewältigen.

Mehr als 20 mal muss dieser Fluss dabei überquert werden. Da keinerlei Brücken vorhanden waren, ging es  über die dicken Steine, die von den Ranger dort teilweise ausgelegt wurden.

 

 



Über einen steilen Weg erreichen wir den Wards Canyon, mit seinen Überresten des Regenwaldes und der Königsfarne, die die weltweit größte Farnart ist.



Einige Seitenarme führen zu besonderen Attraktionen

 

Eine davon ist der Moss Garden Ein vermoster kleiner Wasserfall der sich in der Schlucht in einem eiskalten Becken sammelt.


 

 

 

 

 

 

Das sogenannte Amphitheater, ist eine Engstelle in der Schlucht, die nur über eine Stahlleiter zu erreichen ist. Im Inneren des kleinen Kessels, blickt man rundherum empor auf die 60 Meter hohen Felswände. 





Zwei mal auf das Dach von Queensland

Am zweiten Wandertag  führte der Weg steil hoch zum Boolima Bluff.

Durch eine Engstelle ging es es nur über Eisen Leitern weiter.

Doch oben angekommen befanden  wir uns auf dem Dach von Queensland, mit einen sagenhaften Ausblick auf die Carnavon Range und deren umliegendem Hügel .

 

 


Wieder unten beim Parkplatz angekommen, stellen wir erschreckend fest, dass der Autoschlüssel versehentlich oben auf den Boolima Bluff vergessen wurde.

Es blieb nichts anderes übrig, als ein zweites mal den schweißtreibenden Aufstieg zu machen, um den Schlüssel zu holen.


   Nr 3                  Der     Lonesome Nationalpark

Der Name diese Parkes ist auch Programm. Die Übersetzung von Lonesome ist Einsam. Dieser Park war auch völlig einsam. Das schöne an diesen Menschenleeren Park war, das es hier trotzdem ein Campground zum Übernachten gab, der wie geschaffen war für uns..

Die Nationalparks in Queensland sind alle kostenlos . Nur für Übernachtungen auf einen Campground zahlt man so um die 6 Dollar pro Person. Dieses  muss man per Internet buchen und bezahlen.

Allerdings ist es uns ein Rätsel wie man das ohne entsprechenden Empfang machen kann.-


 

 

 

Mitten in der Prärie begegnen wir vier zünftigen Reitern, die eine Herde Kühe zusammengetrieben haben.

Sie laden uns zu sich ein ,um mit ihnen ihre Mittagspause zu verbringen. 


Wir kommen uns vor wie auf der "Puderrosa" bei Bonanza und beobachten stundenlang das weiter Spektakel .


Die Kühe werden getrennt und  in bestimmten Gehegen sortiert. Einige werdenmit einen Ohrklipp versehen. Eine staubige, warme Arbeit für die Cowboys. Für die Kühe bedeutet das Stress und Angst.


Nr 4          Der  Expedition Nationalpark

Auch dieser Name ist anscheinend Programm.

Nicht nur das dieser Park etwas abgelegen ist,  erschwert den Besuch für die Allgemeinheit.

Vor allem sind es wohl die rumpeligen Wege durch die Wildniss, die  beschwerlich waren  und man braucht ein Fahrzeug mit genügend Bodenfreiheit.


Auch hier nutzen wir den  Campground von den schöne Wandertrails abgehen. Auch dieser Campground hat eine ähnlich schwere Bezahlstruktur die wir nicht bewältigten.


Robinson Schlucht

Der Blick von den ungesicherten Klippen, in die tiefe Schlucht,  war  ein besonderes Highlight.


Die sonderbaren Sandsteinformationen stellten eine geologische Besonderheit da, die für uns ein besonderer Augenschmaus war.




In dem Ort Chinchilla legten wir einen zweiten Chilligen Tag ein. Denn es regnete den ganzen Tag und das bedeutete, aufgeweichte Pisten die wir nicht fahren wollten. Natürlich hätte es auch eine asphaltierte Hauptstrasse gegeben . Aber diese wollten wir vermeiden.

 

Der Sonnenuntergang versprach aber regenfreies Wetter am nächsten Tag.


Im Wratten Forest entdeckten wir ein stillgelegtes Dampf Sägewerk. Diese wurde erstmals 1908 in Betrieb genommen und nach einen Brand 1944 wieder aufgebaut. Sogar bis in die 80 er Jahre wurde es noch genutzt. Vor dem Gebäude stehen noch zwei alte verrottet Schätzchen, die mangels Starter noch mit der Hand angekurbelt werden mussten.

 

 

 


Nr 5          Der  Kilkoy Nationalpark

Im Kilkoy Nationalpark verließen wir die Hauptroute und folgten ein Stück der Old Yabba Route.Von dort wählten wir einen Abzweig zum Peach Tree Campground. Offensichtlich wurde diese Piste aber nicht mehr genutzt. War jedoch nicht gesperrt.

Wir kamen jedoch zu einer besonderes schwierigen Stelle die uns fast zum umkehren zwang. Doch wir wollten es probieren. Der Weg war soweit vom Fluss weg gespült worden das die Räder zu beiden Seiten gerade noch darauf passten. An beiden Seiten ging es direkt abwärts. Erschwerend kam hinzu das die Ränder sehr sandig brüchig waren.

 


Extrem langsam, - Stück für Stück, - tasteten wir uns vor. Der Boden gab zuerst unter den Gewicht sichtlich nach, verfestigte sich aber. Würde der Rand wegbrechen, bedeutete das, das der Wagen beim weiterfahren unweigerlich umkippen würde.

Den Allrad hatten wir bewusst nicht eingeschaltet, damit die Vorderräder den Boden nicht weiter aufwühlen, sondern nur vorwärts geschoben werden. Erst als die Hinterräder soweit kamen  lies das Gewicht des Fahrzeuges den Boden zusammensacken, so das wir mit Schwung noch daraus schafften.

 

 

Allerdings hätten wir den Peach Tree Campground auch viel bequemer, von der anderen Seite über einen Schotterweg erreichen können.

 

 

 

Auf der großen Wiese dort, waren zwar keine Menschen, aber wir waren nicht alleine. Denn viele Kängurus hatten es sich dort auch bequem gemacht. Sie waren nicht besonders sche,  so das wir uns zu ihnen legen konnten.


Nr 6     Der Bunya Mountains Nationalpark

Über eine schmale kurvige Gebirgsstraße fuhren wir bis auf über 1000 Meter hoch, auf den Mount Kiangarow.

Von dort geht ein Fussweg die letzten 100 Höhenmeter weiter. Doch nicht die Aussicht alleine ist grandios.


.Vielmehr war es die überwältigende Schönheit des dichten Waldes, mit seinen seltsamen Pflanzen, den mehreren meterhohen Grasbäumen , die viele hundert Jahre alt werden können

 

 


Ein Wald mit bemoosten Bäumen und zahlreichen verschlungenen Lianen, auf denen wir sogar schaukeln konnten und uns dabei wie Tarzan fühlten. Im Geiste hörten wir schon den Tarzan Schrei von Johnny Weißmüller


Wir unternahmen in diesem Nationalpark einen Rundwanderweg zu drei Wasserfällen, mit dem vielversprechenden Namen; Paradies Falls, Little Falls und Big Falls. Jedoch entpuppen diese sich eher als kleine Rinnsale, die ihren Namen kaum gerecht wurden. Allerdings machte dieses der Faszination des waldigen Rundweges keinen Abbruch. 

Denn die sich verwindenden Baumriesen, mit ihren gigantischen Fächerwurzeln, waren sagenhaft. Überraschend führte der Wanderweg sogar einmal mitten durch so einen Baumgiganten . 


In Anderen Bäumen, die nur aus langen Wurzeln zu bestehen schienen, konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, dort mal hinein zu klettern, um ein Foto im inneren des Hohlen Gewächs zu machen.


 

 

Manche Bäume erinnern an die Anatomie eines Herzen mit seinen Herzkranzgefässen


Manchmal lagen auf den Boden merkwürdige Früchte, die das Aussehen und die Größe von Ananas hatten. Sie sind sehr schwer und auf einen Schild lesen wir, das die bis zu 10 Kg wiegen können. Diese sind von weit oben aus den über 20 Meter hohen und bis zu 600 Jahre alten majestätischen Bunya Pines Bäumen gefallen. Was es bedeutet, wenn die einen auf den Kopf fallen sollten mag man sich gar nicht weiter ausmalen Insbesondere wenn man gerade unter diesen Bäumen hindurch läuft.



Nr 7:        Der  D Agiular Nationalpark

Hatten wir das nicht gerade erst?

Diesmal waren wir nur ein kurzes Stück auf einen verlassenen Waldweg zum Tenison Wood Mountain unterwegs, bei dem sich die Viecher mal wieder festgesaugt hatten. Irgendwie erinnerte uns das an die Szene aus dem 50er Jahre schwarzweiß Filmklassiker „Africa Queen“ mit Humphrey Bogart und Katharina Hepburn.

Und ob die Blutegel wissen das sie Gesundheitsfördernd sind, wagen wir mal zu bezweifeln.

Denn zwischen den Zehen sind gar keine Krampfadern die sie bekämpfen könnten.

 

 


So leicht lassen sich diese dann auch nicht entfernen, da sie sich von beiden Seiten immer wieder fest andocken um sich satt fressen zu können.. Anschließend blutet es bestimmt eine Stunde lang weiter.


Besonders Haarige Bäume

Auf das Bild klicken zum vergrößern


Es hatte nun gut einen Monat gedauert bis wir den Weg von Cairns nach Brisbane bewältigen. Eine

 

Strecke die auf den direkten Weg entlang des vielbefahrenen Küstenweg etwa 1700 km ist. Mit Umwegen und Abstechern hatten wir diese auf fast 4000 km verlängert. Vieles davon war asphaltiert., so das wir deutlich mehr Kilometer am Tag zurück legen konnten als sonst.


Kommentar schreiben

Kommentare: 8
  • #1

    Torsten und Betti (Samstag, 10 Februar 2018 07:53)

    Wunderschön eure Fotos , wir beneiden euch !

  • #2

    Arno (Samstag, 10 Februar 2018 08:22)

    Hallo Thorsten und Betty!

    Die Fotos sind ganz schön. Aber in Natura sieht das oftmals noch viel besser aus.
    Das ist auch gut so, sonst gäbe es ja keinen Grund mehr selbst irgendwo hin zu Reisen.
    Wir fotographieren naturgetreu, ohne die Bilder farblich oder sonstwie aufzuhübschen.

  • #3

    Manfred und Hilde (Mittwoch, 14 Februar 2018 04:41)

    Wollte nur Bescheid sagen: wir fliegen wieder nach Ägypten und genießen das warme Wetter,
    Bis die Tage........

  • #4

    Arno (Donnerstag, 15 Februar 2018 04:07)

    Den Winter entfliehen das macht ihr richtig! Viel Spass !

  • #5

    Roland (Sonntag, 18 Februar 2018 01:25)

    Sehr schöner neuer Eintrag,
    hat Freude bereitet ihn zu lesen...
    Alles Gute Euch Beiden weiterhin!
    LG
    Roland

  • #6

    Arno (Sonntag, 18 Februar 2018 03:06)

    Hallo Rolland
    Das hat Freude bereitet. So wünschen wir uns das.

  • #7

    Ralf (Sonntag, 25 Februar 2018 00:46)

    Hi ihr Lieben,

    wie verarbeitet ihr eigentlich diese ganzen Eindrücke? Ach ja, kleiner Tipp: Blutegel fallen ganz leicht ab, wenn man sie mit ein bisschen Salz bestreut!

    LG Ralf und Petra

  • #8

    Arno (Sonntag, 25 Februar 2018 04:52)

    Hallo Ralf
    Der Tipp mit dem Salz für die Blutegel merken wir uns fürs nächste mal.
    Das Verarbeiten der Eindrücke ist eine durchaus berechtigte Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist. Wir versuchen dass, zum einen, indem wir uns genügend Zeit einräumen.