Eintrag 23 West Ost Querung des Northern Territory 

 

 

Entlang des Savannah Way

Der Weg bringt uns durch das menschenleere Nord Territory, das fast 4 mal  so groß ist wie das 80 Millionen große Deutschland,

indem jedoch gerade mal 250.000 Menschen(!) leben.

 

Wir folgten über tausende Kilometer, die zu 90 Prozent ohne Asphaltbelag waren, den alt. Savannah Way


Diese Hinweisschild kam nachdem wir bereits mehr als 200 km von der letzten Tankstelle entfernt waren


 Keep River Nationalpark

Obwohl diese Attraktion nur eine Fahrstunde auf asphaltierter Strasse von der Stadt Kununurra entfernt lag. 

Obwohl diese Attraktion genau auf der Touristischen Reiseachse liegt,

Obwohl diese Attraktion mit jedem Fahrzeug leicht zugänglich ist.

Obwohl diese Attraktion den gehypten  Bungle Bungle recht ähnlich ist

Obwohl diese Attraktion keine Gebühren erhebt.

wird diese Attraktion nur selten von den oftmals zeitlich gehetzten Touristen besucht.

 


Letztes Jahr waren wir während der schweren Regenfälle hier und blieben im Schlamm stecken als wir beim Road closed Schild drehen mussten.

Dieses mal 10 Monate später war alles staubtrocken und problemlos.

Die Baobab Bäume passten ihren Wuchs den Felsen an

und zwischen den Überhängen gab es nicht nur ein Emu als Felsgravierung, sondern auch noch jede Menge andere prähistorische Malereien.


Es gab 3 verschiedene Wandertracks durch die Felsen.

Eine der drei Wanderwege führte zu einem Felsüberhang in die Schlucht des Keep River -

Wir hatten vor ein paar Tagen bereits die Mündung des Keep Rivers besucht um dort Krokodile zu sehen..

Hier aber war nun alles so trocken, dass ein Krokodil  verdursten würde.

Gregory Nat Park

Ein in der Sonne erstarrter Wasserfall empfängt uns, bei 44,5 Grad, im Gregory Park.

 Was da so weiß schimmert ist lediglich die obere helle Schlamm kruste.

 


Wir verlassen den Park über den 20 km langen Tuwakam Track. Die ersten 10 km waren recht gut befahrbar. Aber im letzten Abschnitt mussten sehr matschige Wasserstellen mühsam umfahren werden.  

Bei einer dieser Umfahrung kam direkt dahinter ein sehr kleines Matschloch. Während Nicole , die mir den richtigen Weg gezeigt hatte, noch hinterherläuft denke ich das ich diese kleine Schlammloch auch noch eben durchfahren kann, denn der Allrad war ja noch eingeschaltet, so das ich nicht befürchte stecken zu bleiben.

aus diesen Gedanken fahre ich recht langsam dort rein und prompt drehen die Räder durch.

 

Nicols versuch  das auto per Hand  wieder raus zu ziehen haben wir dann doch abgebrochen und stattdessen das  28 Meter lange Seil der Winde an einem fernen Baum befestigt

 

 


Der Abend brachte keine Abkühlung. Um schlafen zu können hatten wir alle Türen und Fenster geschlossen und den Motor laufen lassen, damit die Klimaanlage uns eine erträgliche Raumtemperatur bringen konnte.

 

Herrlich dies Kühle

 


In dieser heißen Nacht erfolgte dann doch die erste Lightshow durch Blitze von allen Seiten.

Als nächstes kam der Regen, der endlich Kühlung brachte und neben uns war der erste Bach entstanden den wir durchfahren mussten.


Wir fuhren direkt in Richtung der dunklen Wolken und schon bald begann es kräftig zu schütten.

Der Scheibenwischer auf der schnellsten Stufe schaffte die Wassermassen trotzdem nicht.

Obwohl die Piste breit war, konnten  wir nur mittig fahren, da man am Rand Gefahr lief ins matschige abzurutschen.

Jedoch mittig spritzte das Schlammrote Wasser, beim durchfahren, zur Seite weg. Bei tieferen Stellen die nicht erkannt wurden, gab es eine Bugwelle deren roten Fontaine im Schwall gegen die Windschutzscheibe  klatscht und man für einige Sekunden blind fahren musste.

Anhalten und den Regen abwarten ging auch nicht mehr da alles butterweich geworden ist. So müssen wir durch den Monsum


Nachdem wir die Hauptstraße verlassen hatten, ging es durch unbewohntes Gebiet, in das 400 km entfernte "Top Spring".

Ein Ort der eigentlich nur aus einem Haus mit einer Zapfsäule besteht, an einer Pistenkreuzung. 

 

Nach diesem 400 einsamen km ging es laut Hinweisschild 180 km bis nach "SH".

Doch wofür stand die Abkürzung SH?

SH bedeutete lediglich das man dann den asphaltierten Stuart Highway erreicht hatte.

Erst nach weiteren 40 km erreichten wir dann den Ort "Daily Waters" In Daily Waters leben 10 (!) Einwohnmer.


Anhand diese Beispiel ist deutlich erkennbar wie einsam wir unterwegs waren. Denn in diesen 250.000 Einwohmer Bundesstaat gibt es nur 3 Städte. 

Ersten Darwin150.000

zweiten Alice Spring 30.000

drittens das kleine Katherine 10.000

  ,


Wir begegneten einer ziemlich aggressiven Schlange mit markanten schwarzen Kopf,  die nicht flüchten wollte ,sondern sogar versuchte den Wagen anzugreifen.

Kann natürlich sein das wir das falsch gedeutet hatten und sie Will nur Spielen

Mit Chaps aus dem Reitbedarf schütze ich mich beim Wandern vor Schlangenbisse.

Es ist nur irgendein bedeutungsloser Berghügel  der seltsame rote weiße und gelbe Sandsteinformationen zeigt. So durchklettere ich kleine Schluchten oder Spalten und begegne hier und da einen der seltenen Kragenechsen


Lost City im Limmen Nat Park

Eine 370 km lange Piste führt von Rooper Bar, durch den erst vor 5 Jahren gegründeten  Limmen Nationalpark.

Da dieser Park mit seinen Felsformationen der Lost city noch kaum bekannt ist und abseits der Haupt touristischen Route liegt, begegneten wir auch hier kaum ein anders Fahrzeug.

Genau genommen waren es in den 4 Tagen nur ein Minen Landcruiser und ein Ranger Landcruiser 


Die Lost City ist der unumstrittene landschaftliche Höhepunkt des Savannah Ways.


Der erste Teil des Parkes verdient dabei kaum eine besondere Ewrwähnung. Aber in dem letzten Abschnitt, indem sich die Steinformation Lost city befindet, ist unglaublich spektakulär. Der Wanderweg dort hindurch ist so großartig das wir gar nicht wissen was wir alles fotografieren möchten.


Wir begegnen  einige Wildpferd und bei der verlassenen Marie Lagune einige Wasserbüffel denen wir besser nicht zu nahe kommen.



Nach 8 Tagen machten wir eine Fahrpause bei den Butterfly Spring.

An manchen Tagen sind uns ein oder zwei Autos begegnet. An anderen Tagen kein einziges. So das es an weiteren Gesprächspartnern, außer uns selbst, mangelt. 

Und natürlich auch noch Echse , Fledermaus, Vogel und Frosch wurden unser Ansprechspartner


Mit unseren Lebensmittel Ressourcen die wir zuletzt in Kununurra eingekauft hatten, mussten wir gut Haushalten. Denn Geld ausgeben ist die ganze Strecke über nicht möglich. Lediglich 4 Tomaten und ein Bund  Karotten konnten wir einmal ergattern

 

 


Queensland

Nach vielen Tagen hatten wir die östliche Grenze des  Nord Territorium erreicht. In Queensland musste die Uhr noch eine weiter halbe Stunde vorgestellt werden.

Und das einsame Hells Gate Roadhouse kündigt sich schon lange vorher an.


Lawn Hill Nationalpark

Anders als vom Straßenverlauf erwartet kamen gleich nach dem morgendlichen Aufbruch zwei tiefe matschige Wasserlöcher. Bei einer Durchfahrt zog der Wagen so stark nach rechts, das er fast stecken geblieben wäre.

Bei der nächsten Wasserdurchfahrung suchten wir lieber eine Umfahrung durch den Busch.

Es folgte ein weiteres sehr schwieriges Matschloch  und schließlich mehrer Flussdurchfahrten von

a) unklarer Tiefe

b) unklarer Bodenbeschaffenheit

c)( unklaren Krokodil bestand..

In einem doppelten Flussverlauf war eine Wassertiefe von 60 cm. Es floss aber noch kein Wasser ins Wageninnern


Sobald der Regen losgeht, wird der Fluss zur beachtlichen Größe anschwellen und an diesr Stelle würde ich nicht mehr rumklettern können.


Der in Australien  berühmte deutsche Entdecker Ludwig Leichhardt kam bis hier. So wurden die Wasserfälle nach ihn benannt. 

Leichhard ist bei seiner dritten Landesexpedition 1845 umgekommen.

Wir pausieren bei den Leichhardt Fällen und halten Ausschau nach Krokodilen.


Eine schattige Steinhöhle durch deren Deckenlöcher das Licht leckte, dient als Info Center für die nahem versteinerten Knochen die bei einem Rundparcour besichtigt werden können


"Normaton" ist ein größerer Ort mit 1200 Einwohner. Ein Nachbau des grössten Krokodil das jemals geschossen wurde steht hier. Wir erfahren das die Frau die diese Krokodil einst erschossen hat,   diese ihr leben lang bedauert.

 

Für uns ging es noch einige Kilometer weiter bis zur Küste nach Karumba wo der NormatonRiver im Meer mündet und  wo wir einer Einladung folgten und zwei Tage dort blieben.

Wie es von hier aus zum Cape York weiter ging wird schon bald in den nächsten Tagen erscheinen!

 

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Kommentare: 8
  • #1

    Maggi (Mittwoch, 20 Dezember 2017 16:47)

    MannMannMann !
    Baobab-Baum schön und gut.
    Aber wo ist der Weihnachtsbaum ?

  • #2

    Arno (Mittwoch, 20 Dezember 2017 22:48)

    Hallo Maggi
    Tatsächlich stehen auch hier geschmückte künstliche Bäume oder irgendwelche anderen exotische Bäume werden mit Lichtern geschmückt.

  • #3

    Philip (Samstag, 23 Dezember 2017 11:59)

    Hallo, ihr Lieben!
    Schön liest sich das bei euch! Es scheint nicht langweilig zu werden...
    Ich hoffe, wir sehen uns im nächsten Jahr mal irgendwann irgendwo wieder!
    Wünsche euch nicht zu heiße Weihnachten!

  • #4

    Gertrud und Angelina (Samstag, 23 Dezember 2017 22:54)

    Hallo!
    Jetzt kommen wir auch mal dazu die Texte hier zu lesen, während Gerd einen Film schaut. Sehr interessant was ihr alles erlebt. Gott sei Dank seid ihr jetzt in dem Haus und wir müssen uns erstmal drei Wochen keine Sorgen machen, dass ihr von irgendwelchen Krokodilen gefressen werdet. Ihr sollt die nicht immer suchen sondern meiden!
    Tschau tschau.

  • #5

    Arno (Samstag, 23 Dezember 2017 23:01)

    Hallo Phillip
    Schön von dir zu lesen. Und ein Wiedersehen mit dir haben wir auch für unsere Sommerpause vor.
    Fetzige Weihnachten und ein besinnliches Sylvester wünschen wir auch

  • #6

    Arno (Sonntag, 24 Dezember 2017 09:28)

    Gertrud und Angelina

    Schön das ihr unsere Seite endlich gefunden habt. Krokodile gibt es hier allerdings auch genug.

  • #7

    Ralf (Montag, 25 Dezember 2017 00:10)

    Hi ihr Beiden,

    schön, immer mal wieder von euch zu lesen! Wir wünschen angenehme Temperaturen zu Weihnachten und einen feucht-fröhlichen Rutsch (natürlich nicht dem Auto) in ein weiterhin aufregendes neues Jahr!

    Nächstes Jahr müssen wir uns alle mal etwas mehr Mühe für ein Treffen geben als dieses Jahr!

    Bis denne und haltet die Ohren steif.

    GLG Ralf und Petra

  • #8

    Arno (Mittwoch, 27 Dezember 2017 06:49)

    Hallo Ralf
    Wir wünschen auch ein guten Rutsch ins 2018. Ein sommerliches Treffen sollte doch zu machen sein.